Vereinschronik


Vorwort

Die Aufzeichnungen dieser Chronik wurden im Januar 1985 vom ehemaligen Vorstandsmitglied Helmuth Hesse begonnen und in mühevoller Kleinarbeit zusammengetragen.

Da nur wenige schriftliche Unterlagen gefunden wurden, waren es überwiegend Schilderungen und Berichte von Sportsfreunden, die zur Zusammenstellung dieser Chronik beigetragen haben. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Sportsfreunden bedanken, die an dieser Chronik mitgearbeitet haben - insbesondere Herr Helmuth Hesse, unserem ehemaligen Vorstandsmitglied.

Des Weiteren wirkten folgende Sportsfreunde im Besonderen durch Ihre Hilfe dazu bei, dass die Chronik so umfangreich gestaltet werden konnte:

  • Matthias Marx
  • Adolf Schneider
  • Johann Schneider
  • Johann Braun
  • Hans Braun
  • Richard Rieger
  • Karl-Willi Ide



1918 - Der Beginn des Fußballspiels in Etzweiler

Nach dem 1. Weltkrieg waren in Etzweiler englische Besatzungssoldaten stationiert. Einquartiert waren sie in dem alten Gasthaus Heinrichs an der Durchgangsstrasse Elsdorf-Buir. Die englischen Soldaten spielten mit ihrem eiförmigen, rosshaargefüllten Ball auf dem Kirchenvorplatz Fußball. Die Etzweiler Jugend hatte Spaß an dem Spiel und sah gerne zu, wenn die Engländer spielten. Um auch spielen zu können, gründeten sie 1919 unter Mitwirkung von Engelbert Müller den "Etzweiler Turn- und Sportverein".


1919 - Das Gründungsjahr

Der einzige schriftliche Beleg, der das Gründungsjahr 1919 bestätigt, ist eine Urkunde mit der Herr Adam Schneider für die 40-jährige Förderung des Sportes in Etzweiler geehrt worden ist. Diese hat uns Herr Schneider freundlicherweise überlassen.


Die Fußballplätze

Die Fußballplätze waren in der Anfangszeit immer ein Problem. Als 1919 der Spielbetrieb begann, spielte man zunächst auf einer Freifläche im Wald, dem sogenannten "großen Wildacker". Nach einem Jahr musste man diese Fläche jedoch wieder verlassen. Daraufhin suchte man sich von Spiel zu Spiel ein Feld, das gerade frei war. Von 1922 bis 1926 wurde auf einer Fläche gegenüber vom ehemaligen "Etzweiler Hof" gespielt. Ab 1926 spielte man auf einer Fläche an den Gleisen im Wald. Es war ein langer, schmaler und holpriger Platz der für die Etzweiler ein echter Heimvorteil war, weil nur sie die Tücken kannten. Bis zum Jahr 1937 wurde hier gespielt.


Die Jugend und der Fußball

Die Fußballbegeisterung war natürlich auch bei den Schülern riesengroß. Da sie jedoch keinen Ball hatten, begannen sie gemeinsam zu sparen. Nach einem Jahr waren die erforderlichen 18 Reichsmark zusammen gespart. Zur Kirmes 1922, viele Etzweiler waren in Esch, weil dort am Tage zuvor der Kirchturm umgestürzt war, fuhren Adolf Schneider und drei weitere Schüler nach Düren und kauften im Sporthaus "Sieger und Schmitz" ihren langersehnten Fußball.
Der Ball wurde dann jahrelang immer in einer Hundehütte versteckt.


Die 20-iger und 30-iger Jahre - Der Verein und die wirtschaftliche Situation

Der Verein wurde des Fußballspielens wegen gegründet. Aber man beschränkte sich nicht darauf, sondern es wurden alle möglichen Turnübungen versucht. Ausserdem wurde Leichtathletik, Boxen und Ringen trainiert. Die zwanziger und dreißiger Jahre waren dadurch gekennzeichnet, dass man allgemein wenig Geld hatte. Das wirkte sich natürlich auf den Verein aus. Es war sehr schwierig die notwendigsten Dinge zu beschaffen.


Die Sportfeste

Bis zu Beginn des 2.Weltkrieges wurde in Etzweiler jedes Jahr ein Sportfest abgehalten. Aus diesem Anlass fand ein Fußballturnier statt und außerdem wurden Leichtathletikwettkämpfe durchgeführt. Dazu gehörte sogar der Stabhochsprung.
Alle Vereinsmitglieder wurden mehrfach eingesetzt. Sie spielten Fußball, machten bei der Leichtathletik mit und halfen noch bei der Organisation. Weil dann immer noch Helfer fehlten, schickten die Nachbarorte nicht nur Aktive, sondern auch Helfer für die Organisation.

Am Abend fanden die Siegerehrung und der Sportlerball statt. Die Sieger erhielten Preise, die schon Tage vorher in einem Schaufenster ausgestellt worden waren.
Der Sportlerball war für den Verein die einzige Möglichkeit ein paar Mark zu verdienen. Deshalb wollte man möglichst vielen Gästen die Möglichkeit geben, zum Fest zu kommen. Die Siegerehrung wurde also möglichst spät angesetzt. Die Folge war, dass die Festteilnehmer zur Zeit der Siegerehrung schon ziemlich angeheitert waren. Aus dieser Stimmung heraus kam es dann häufig zum Streit darüber, ob die Preisverteilung gerecht sei. Nicht selten entstanden dann handfeste Auseinandersetzungen. Dennoch war man im Jahr danach gewiß wieder dabei.


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Saison 1930/31
v. hinten links: Betreuer Eder, Mathias Marx, Matthias Fournier, Peter Marx, Johann Schneider, Engelbert Kaiser
kniend mitte: Matthias Olberts, Johann Herkenrath, Jakob Marx
sitzend vorne: Arthur Koll, Josef Sobelak, Engelbert Servos



Turbulenzen im Etzweiler Vereinsleben

In der Form, wie der Verein 1919 gegründet worden war, bestand er bis 1930. In diesem Jahr kam Pastor Siepmann nach Etzweiler und sorgte sofort dafür, dass der Sportverein von der katholischen Jugendbewegung DJK (Deutsche Jugendkraft) übernommen wurde. Der Verein nannte sich dann Concordia Etzweiler.

1933 wurde der Verein von den Nationalsozialisten wieder in die alte Form zurückgeführt. Erfasst war er bei dem "Westdeutschen Sportverband" (WSV) Bezirk Düren.

Ab 1936 zeigten sich die ersten Auswirkungen des kommenden Krieges in der Weise, dass immer mehr junge Männer zu den Soldaten eingezogen wurden. Deshalb gab es 1937 keine 1. Mannschaft mehr, sondern nur noch eine Jugendmannschaft. Diese machte noch bis 1943 Freundschaftsspiele.

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Mannschaften von Etzweiler und Immerath 1930/31


Verschiedenes aus dem Vereinsleben vor dem 2.Weltkrieg

Meisterschaftsspiele waren früher nicht so zahlreich, wie in der heutigen Zeit. Deshalb wurden mit den Nachbarorten häufig Freundschaftsspiele bestritten. Dabei denkt man in Etzweiler noch gerne an die Morschenicher, die jederzeit für Freundschaftsspiele bereit waren.

Unter den Spielern bestand eine große Solidarität - auch in der Not. So zog sich z.B. Johannes Herkenrath bei einem Spiel eine Knochenhautentzündung zu, die nicht heilen wollte. Er konnte deshalb lange nicht zur Arbeit gehen und bekam auch von keiner Versicherung eine Unterstützung. Da war es für die Sportkameraden selbstverständlich, dass jeder so half, wie es ihm möglich war.

Spielberichte mussten nach Düren ins Hotel Kurfürst gebracht werden. Wer das zu machen hatte, bekam vom Verein 40 Pfennig Fahrgeld für die Bahnfahrt. Wollten Jugendliche vorzeitig in der 1. Mannschaft spielen, so mussten sie sich im Kurfürst vorstellen und die Spielerlaubnis holen.


Die wirren Jahre nach dem Krieg

Nach 1945 versuchte man auch in Etzweiler wieder ein Vereinsleben zu organisieren. Das war aber deshalb noch besonders schwierig, weil viele Sportsfreunde noch nicht aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren. Wenn man aber dennoch eine Mannschaft zusammenbekommen hatte, spielte man auf einer Parzelle am Morschenischer Weg.

Ab 1949 musste dieser Platz wieder abgegeben werden. Das war das äußere Zeichen für den absoluten Tiefpunkt im Etzweiler Fußball. Das vorläufige Ende im Etzweiler Fußball war erreicht. Das war zur gleichen Zeit, als die Berrendorfer in die Bezirksliga aufgestiegen waren.


Der Neubeginn nach der Fußballweltmeisterschaft 1954

Als 1954 Deutschland Fußballweltmeister geworden war, erwachte auch in Etzweiler wieder der Wunsch, Fußball zu spielen. Es wurde wieder ein Verein gegründet. Den Vorstand bildeten die Herren:

  • Michael Mocken
  • Johann Braun
  • Heinrich Heinrichs
  • Werner Wachten
  • Adolf Nothelfer

Der Verein nannte sich "F.C. Spielverein Etzweiler" und war im Fußball-Bergheim erfasst. Gespielte wurde auf dem alten Platz am Etzweiler Waldrand, der in Eigenleistungen erstellt worden war.

Es spielten eine 1. Mannschaft und eine Jugendmannschaft. Die 1. Mannschaft spielte recht erfolgreich und 1957 stieg mit ihr erstmalig eine Etzweiler Mannschaft in die B-Klasse auf.

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Saison 1956/57 - Die Aufstiegsmannschaft
v. hinten links: Richard Rieger, Werner Bergerow, Peter Kremer, Wolfgang Richter, Hans Ulrich
kniend mitte: Leo Müller, Josef Rieger, Hans Rieger
knieend vorne: Werner Richards, Josef Herkenrath, Günter Begerow


Die Zeit nach dem 1.Aufstieg

Nach dem Aufstieg 1957 kehrte bald der Alltag im Vereinsleben wieder ein.
Im 2. Jahr nach dem Aufstieg begann es zu krieseln. Nach dem sportlichen Misserfolg, die Mannschaft stieg wieder in die 3. Kreisklasse ab, hatte man auch mit einem Fußballturnier Pech. Ein Dauerregen bescherte dem Verein ein wirtschaftliches Minus.

In dem Verein entstand eine große Unzufriedenheit und Uneinigkeit. Das alles führte schließlich dazu, dass Herr Mocken den Vorsitz niederlegte und Herr Johann Braun das Amt kommissarisch übernahm.

Im gleichen Jahr wurde der Ortsvorsteher H. Heinrichs zum 1. Vorsitzenden gewählt. Es war übrigens der Heinrichs, der die Ehrenurkunde für Adam Schneider unterschrieben hat. Trotz des neuen Vorstandes gingen immer mehr Etzweiler Spieler nach Berrendorf und in Etzweiler musste 1960 der Spielbetrieb eingestellt werden.

Von 1960 bis 1969 gab es in Etzweiler eine Freizeitmannschaft, deren Spieler größtenteils in Berrendorf aktiv waren.

Ab 1969 wurde diese Mannschaft wieder aktiver. Sie bestritt etwa 20 bis 30 Freundschaftsspiele und nahm auch an verschiedenen Turnieren mit Erfolg teil. Die ersten Trikots erhielt diese Mannschaft freundlicherweise von Berrendorf gestellt. Die ersten eigenen Trikots verdiente sich die Mannschaft mit einem Turniersieg in Kierdorf.


1982 : Der Neubeginn mit dem F.C. Etzweiler

Nachdem die Etzweiler Spieler über viele Jahre in der Freizeitmannschaft so erfolgreich gespielt haben, beschlossen sie, unter dem Namen F.C. Etzweiler wieder Meisterschaftsspiele zu bestreiten.

Deshalb wurde der Verein gegründet und für die Spielsaison 1982/83 angemeldet.
Folgende Vorstandsmitglieder haben den Verein geleitet:

  • Richard Rieger
  • Hans Braun
  • Michael Arnolds
  • Heinz Ide
  • Sebastian Geuer


Vom Kreisverband Bergheim wurde die Mannschaft der Kreisliga C-Nord zugeordnet. Ab 1984 wurde auch eine "Alte Herren-Mannschaft" aktiv.

Nach einem Streit mit dem Wirt der Waldschänke wurde der Etzweiler Hof 1983 das Vereinslokal. Der damalige Pächter, Oliver Tilly, spielte auch bei den Alten Herren und stellte freundlicher Weise die Kegelbahn als Umkleide zur Verfügung. Neben der Kegelbahn wurde noch eine Dusche eingerichtet.

Sportlich verliefen die ersten Jahre recht zufriedenstellend. So wurde in der Meisterschaft 1982/83 der dritte Platz erreicht und der gleiche Platz auch auf dem Manheimer Turnier. 1983/84 erreichte man in der Meisterschaft den 5. Platz.

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1. Mannschaft & Alte Herren 1983
v. hinten links (Alte Herren): Richard Rieger, Hein Schmidt, Bernhard Poll, Hermann-Josef Kaiser, Gernot Schmitz, Peter Kail, Waldemar Ivinsky, Karl-Willi Ide, Hubert Hurtz, Otto Hoffmann, Heinz Nothelfer, Konrad Kratz, ???, Willi Marx, Paul Kippschull, Konrad Krämer
sitzend vorne (1. Mannschaft): Norbert Dominik, Hans Braun, Heinz Commandeur, Heinz Ide, Otto Breuer, Michael Arnolds, Matthias Fuhs, Hans Marx, Ulrich Hesse, Willi Bonn
liegend
vorne: Georg Tesch, Wolfgang Staatz



1984 - Ein neuer Vorstand & 1. Schiedsrichter vom GW Etzweiler

Die Neuwahl des Vorstandes ergab folgende Konstellation:

1. Vorsitzender: Richard Rieger
2. Vorsitzender: Helmuth Hesse
Geschäftsführer: Michael Arnolds
Spielertrainer: Hans Braun
Kassenwart: Heinz Nothelfer

In diesem Jahr konnte der Verein mit Stephan Lützenkirchen erstmalig auch einen eigenen Schiedsrichter melden. Stephan wurde übrigens 1991/92 für die Bezirksklasse zugelassen. Er hatte als Jugendschiedsrichter angefangen und bis zur Zulassung zur Bezirksliaga eine sehr erfolgreiche Entwicklung hinter sich, auf die auch sein Verein, der F.C. GW Etwzweiler sehr stolz sein kann.

Die 1. Mannschaft konnte unter der Leitung des Spielertrainers Hans Braun, der die Mannschaft bereits 1982 trainierte, in der Saison 1884/85 den 3. Platz bei der Meisterschaft erreichen.

Die gute sportliche Leistung von der Meisterschaftsrunde konnte von der 1. Mannschaft auch bei dem Gemeindeturnier in Oberembt wiederholt werden.
Die Etzweiler spielten gegen die Elsdorfer, die gerade in der A-Klasse aufgestiegen waren, um den 3. Platz. In einem hervorragenden Spiel führten die Etzweiler zur Halbzeit mit 3:1. Leider verloren sie zum Schluss noch mit 4:5.
Dennoch waren die Zuschauer von der Leistung der Etzweiler sehr beeindruckt.


1985/86 - Der zweite Aufstieg

Nachdem 1985 bekannt wurde, dass die Eheleute Tilly die Bewirtschaftung des Etzweiler Hofes beenden wollten, musste sich der Vorstand des F.C. GW Etzweiler Gedanken machen, wie es mit der Umkleidemöglichkeit der Spieler aussieht, wenn die Kegelbahn des Etzweiler Hofes nicht mehr zur Verfügung steht.

Auf Vorschlag des 2. Vorsitzenden Helmuth Hesse beschloss der Vorstand daraufhin bei der Gemeinde den Antrag auf Einrichtung eines Sportlerheimes am Sportplatz zu stellen. Dem Verein wurde in diesem Jahr auch erstmalig die Gemeinnützigkeit anerkannt.

1986 wurde aus sportlicher Hinsicht für den F.C. Etzweiler das erfolgreichste Jahr seit 1957. Eine Etzweiler Mannschaft stieg zum 2.Mal in die B-Klasse auf.

Hervorragend eingestellt und motiviert durch Spielertrainer Hans Braun, hat die Mannschaft über die gesamte Saison überaus erfolgreich gespielt. Es wurden zum Schluss in 14 Spielen 14 Siege eingebracht und 2 Spiele vor Ende der Meisterschaft war der Aufstieg gesichert. Mit über 40 Toren war "Hitch" (Karl-Heinz Hilgers) Torschützenkönig.

Im Gemeindepokal 1986 in Elsdorf zeigte die Mannschaft wiederum schöne Spiele. Den schönsten Erfolg erzielte man gegen Berrendorf. Berrendorf hatte in einem dramatischen Spiel nach Elfmeterschießen gegen Macha, diese Mannschaft spielte in der Bezirksliga, besiegt. Nachdem also 1986 bei dem Gemeindeturnier in Elsdorf die Berrendorfer Macha besiegt hatten, musste Sie gegen Etzweiler antreten. Für sie gab es keine Frage, wer gewinnen würde. Da hatte man jedoch nicht mit den Etzweilern gerechnet. Nach einem begeisternden Spiel stand es am Ende 0:0. Im anschließenden Elfmeterschießen waren die Etzweiler die Besseren. Die Etzweiler siegten gegen Berrendorf mit 4:3.

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Saison 1985/86
v. hinten links: Richard Rieger, Helmuth Hesse, Ulrich Hesse, Detlef Melchert, Norbert Dominik, Jörg Süßmann, Matthias Fuhs, Hubert Hurtz, Karl-Heinz Hilgers, Johannes Marx, Heinz Nothelfer
kniend vorne: Heinz Ide, Friedhelm Dominik, Willi Bonn, Hans Braun, Georg Tesch, Gerd Pütz, Hans-Jürgen höhn



1987 - Das erste Jahr nach dem Aufstieg

Im Februar 1987 fand in Elsdorf eine Stadtsportlerehrung statt. Auf Vorschlag des Vorstandes wurden dort auch der Spielertrainer Hans Braun und das langjährig verdiente Mitglied Hubert Hurtz geehrt.

Sportlich war die Saison 1986/87 mit Erreichen des 9.Tabellenplatzes durchaus erfolgreich. Man muss bedenken, dass es für Etzweiler in der Kreisliga-B keine leichten Spiele gab.

Auf dem Sportplatz wurde für die Senioren ein Wetterunterstand errichtet, in dem zwei Bänke Platz fanden.

Für die Saison 1987/88 wurde für Etzweiler eine 2. Mannschaft gemeldet, die in der Kreisliga C-Nord spielte und am Ende den letzten Tabellenplatz erreichte. Für die 1. Mannschaft endete die Saison 1987/88 mit dem Erreichen des 12. Tabellenplatzes. Diese Spielzeit war schon viel schwieriger als die erste, weil für Abgänge und Verletzte kein gleichwertiger Ersatz vorhanden war.


1988/89 - Der Bau des Clubheimes


Neben dem sportlichen Bereich waren diese Jahre mit dem Bau des Clubheimes am Sportplatz in Etzweiler gefüllt. Dieser Bau hat wirklich alle Kräfte der Mitglieder gefordert. Hier ein paar Stichworte zum Ablauf:

1985 stellte der Verein den 1. Antrag bei der Gemeinde.
Die Gemeinde wollte sich beteiligen, wenn der Regierungspräsident in Köln das Projekt befürwortet. Prompt kam von Köln eine Ablehnung. Der Verein hätte keine Jugendabteilung und damit auch keine Zukunft. Nach einem Brief an Herrn Schneeloch beim Regierungspräsidenten in Köln kam es zu einem Ortstermin bei dem Richard Rieger und Helmuth Hesse die Herren von der Notwendigkeit des Clubheimes überzeugen konnten.

Dann mussten die ganzen Formalitäten für den Pachtvertrag und die Baugenehmigung durchgezogen werden. Als alles geschafft war, begann das Warten auf das Geld vom Regierungspräsidenten. Das dauerte solange, dass wieder viele den Glauben an das Projekt verloren hatten.

Schliesslich kam im Juni 1988 doch die ersehnte Zuwendungsbescheinigung, so dass die Bauarbeiten beginnen konnten. Am 02.07.1988 war Grundsteinlegung.

Die Bauphase wurde stressig, weil bis Ende 1989 die Fertigbauabnahme beim Regierungspräsidenten in Köln vorliegen musste. Nur dann konnte man sicher sein, den vollen Förderbetrag von dort zu erhalten. Im November 1989 konnte die Fertigbauabnahme gerade noch fristgerecht mit der Endabrechnung dem Regierungspräsidenten eingereicht werden. Der Verein war mit dem zugewiesenen Geld von Gemeinde und Regierungspräsident zurechtgekommen und konnte das Clubheim ohne Schulden erstellen. Die Bauplanung, - leitung sowie Abrechnung mit Gemeinde und Regierungspräsidenten dieser beispielhaften Leistung wurden von Helmuth Hesse durchgeführt.

Zur Einweihung des Clubheimes wurde vom F.C. Etzweiler das Gemeindeturnier 1989 ausgerichtet. Für die Durchführung dieses Turniers war zwar die Fertigbauabnahme nicht erforderlich, aber das Heim musste funktionsfähig sein. Dabei war einer der wichtigsten Punkte, dass warmes Wasser zur Verfügung stand, welches wiederum einen Gasboiler zum Heizen benötigte. Da die erforderliche Abnahme durch den TÜV nicht mehr rechtzeitig eingeholt werden konnte, wurde notgedrungen eine 30 Liter Gasflasche an das System gehangen, die tatsächlich das ganze Turnier gereicht hat. Da noch schönes Wetter war und die Mannschaft des F.C. GW Etzweiler den 3. Platz erreichte, war das Turnier ein voller Erfolg.


1988/89 - Die sportliche Bilanz

Sportlich war die Spielzeit 1988/89 nicht sehr glücklich verlaufen. Die 1. Mannschaft war seit Beginn der Saison von Willi Bonn trainiert worden. Nur mit Mühe rettete sie sich als Vorletzter vor dem Abstieg. Nur weil Oberembt noch schwächer war, genügten ihr acht Pluspunkte für den Klassenerhalt.

Die 2. Mannschaft hatte sehr viele Verletzte zu beklagen und landete auf dem letzten Platz. Trotz schöner Spiele in der 2ten Saisonhälfte waren die Punktverluste in der 1. Spielhälfte nicht mehr aufzuholen.

Im Jahr 1989 wurde wiederum ein neuer Vorstand gewählt. Bereits 1986 war der Vorstand von 1984 wiedergewählt worden - 1988 fand sich aufgrund der Bauarbeiten beim Clubheim kein Termin und es wurde nicht neu gewählt.

Folgender Vorstand wurde 1989 gewählt:
1. Vorsitzender: Richard Rieger
2. Vorsitzender: Hans Braun
Kassenwart: Heinz Nothelfer
Geschäftsführer: Helmuth Hesse
Schriftführer: Heinz Ide


1989/90 - Sportlich schwierige Jahre für den FC GW Etzweiler

Sportlich war nach der 1. Hälfte der Saison 1989/90 ein Tiefpunkt erreicht. Die 1. Mannschaft stand wieder auf dem letzten Tabellenplatz. Eine Abstimmung zeigte, dass die Mannschaft nicht mehr zum Trainer stand. Zum Bedauern des gesamten Vorstandes verließ Willi Bonn daraufhin den Verein. Willi Bonn war einerseits ein langjähriges Mitglied und außerdem hatte er sich beim Bau des Clubheimes ganz außergewöhnlich verdient gemacht.

Infolge dieses Ereignisses verließen auch einige Spieler den Verein, so dass die 2.Mannschaft abgemeldet werden musste. Als neuer Trainer wurde der Dürener Manfred Bongartz verpflichtet. Die 1. Mannschaft blieb dennoch auf dem letzten Tabellenplatz, weil jetzt das Verletzungspech hinzukam, wie es der F.C. GW Etzweiler noch nie erlebt hatte. Zeitweise standen bis zu acht Spieler verletzt neben dem Platz. Die Mannschaft stieg trotzdem nicht ab, da Bergerhausen seine Mannschaft zuvor abgemeldet hatte und somit als Zwangsabsteiger feststand.

Manfred Bongartz verließ nach Saisonende wieder den Verein und Hans Braun erklärte sich bereit, gemeinsam mit Manfred Schönhofer, vorübergehend die Trainierarbeit zu übernehmen.


1990/91 - Flutlicht und ein neues Trainergespann


1990 war es dem Verein möglich mit einem finanziellen Zuschuß der Gemeinde und Eigenleistungen der Mitglieder, eine Trainingsbeleuchtung am Sportplatz zu installieren.

Durch die Arbeit der neuen Trainer Hans Braun und Manfred Schönhofer machte die Mannschaft gleich einen gefestigten Eindruck. Das Gemeindeturnier 1990 in Heppendorf war die erste Bewährungsprobe. Die Mannschaft spielte sehr stark und kam gegen Heppendorf in das Endspiel. Dieses Spiel wurde zwar verloren, dennoch war der erreichte 2. Platz ein hervorragendes Ergebnis und die einhellige Meinung war, dass diese Mannschaft kaum Abstiegssorgen haben würde.

Tatsächlich erschien die Mannschaft des F.C. Etzweiler nicht mehr auf dem letzten Tabellenplatz. Am Ende der Spielzeit 1990/91 hatte man den nie erwarteten 9. Platz erreicht.

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Saison 1990/91
v. hinten links: Frank Feck, Oliver Fuß, Frank Tilly, Ralf Jensen, Hansi Heyartz, Georg Tesch, Udo Mach
kniend unten: Thomas Turskies, Alexander Odenkirchen, Dennis Vasen, Guido Junggeburth, Dirk Michalczyk, Jürgen Esser



1991/92 - Das vorerst letzte Jahr der Chronik

Mit der Spielzeit 1991/92 nahmen Hans Braun und Manfred Schönhöfer auch wieder die Trainingsarbeit mit der Mannschaft auf und starteten damit zur erfolgreichsten Saison, die Etzweiler jemals erlebt hat. Mit unverändertem Spielerstamm kämpfte man plötzlich nicht mehr gegen den Abstieg, sondern man griff sofort die Tabellenspitze an.

Dabei muss noch vermerkt werden, dass gegen den Tabellenzweiten, Ahe, ein Sieg und ein Unentschieden erreicht werden konnte. Letztendlich konnte am Saisonende ein fantastischer 3. Platz in der Kreisliga B Bergheim Süd erreicht werden.

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